Blackout/Unabhängigkeit

Blackout. Ein mehrtägiger Stromausfall. Ein Thema, das momentan viele Menschen bewegt.
Auf die Frage: „Ist ein Blackout möglich?“, würden wir mit „Ja“ antworten.
Wir merken aber, dass viele Menschen in Panik geraten und hier wollen wir beruhigen. Selbst wenn ein Blackout möglich ist, so halten wir diesen doch für unwahrscheinlich. Angst hat noch niemanden weitergebracht.

Aber natürlich ergibt es Sinn, sich gut darauf vorzubereiten, und mit diesen Maßnahmen ein Stück unabhängiger, ein Stück freier zu werden. Damit ist gemeint, dass diese Unabhängigkeit gleichzeitig vor einem Blackout schützt.

Was benötige ich für Unabhängigkeit, bzw. einen Schutz vor einem Blackout

  • Wasser
    • Bevor wir noch an irgendetwas anderes denken: Ohne Wasser geht gar nichts!
    • Anlegen von Wasservorräten. Am besten ein großer Wasserbehälter mit 100l oder mehr (hängt natürlich mit der Anzahl der Personen im Haushalt ab)
    • Eigene Wasserquelle: Wer das hat, hat Glück. Aber Achtung: Geht die Quelle auch ohne Strom. Gibt es eine Möglichkeit das Wasser ohne Strom hochzupumpen?
  • Essensvorräte
    • Wir würden raten, Vorräte anzulegen, und diese immer wiederzuverwenden. Also sozusagen eine Kreislaufwirtschaft. Irgendwelche Konservendosen kaufen, die keiner mag, und die nach Jahren weggeworfen werden, ergibt keinen Sinn.
    • Getreide und Hülsenfrüchte in Glas oder Metallbehältern lagert mehrere Jahre und kann man immer wieder zum Kochen verwenden
    • Honig hält ewig
    • Einkochen ist wieder angesagt!
    • Trockenfrüchte
    • Alles zu erwähnen, würde hier keinen Platz haben. Wenn man im Internet sucht, wird man zu dem Thema Vorratswirtschaft sicher fündig
    • Vitamintabletten/Nahrungsergänzungsmittel um Mangel an Frischware auszugleichen
  • Heizung
    • Hat man noch reine Holzöfen im Haus, die wirklich ohne Strom funktionieren, dann ist es sehr gut
    • Genug Holz vorrätig haben
    • Fast alle anderen Heizungsanlagen/Öfen benötigen Strom
    • Moderne Häuser mit modernen Anlagen wie Wärmepumpen ohne Notkamin: ACHTUNG: Hier gibt es keine Möglichkeit bei einem Blackout. Unbedingt Kamin nachrüsten oder eine alternative Stromquelle mit Speicher oder zumindest ein Notstromaggregat
  • Strom
    • Für Licht kann man Kerzen, Petroleumlampen, Taschenlampen (Batterien auf Vorrat) als Ersatz haben
    • Als einfachste Lösung bietet sich ein Notstromaggregat an, aber nur solange Treibstoffe verfügbar sind
    • D.h. mal testen wie lange ich, mit wieviel Liter Treibstoff durchkomme
    • Am besten natürlich eine Anlage, die Energie speichern kann, oder immer Strom produziert, wie:
      • Photovoltaik mit Batteriespeicher
      • Wasserstoffanlage mit Brennstoffzelle
      • Wasser- oder Windkraftanlage mit Batteriespeicher
      • Blockkraftheizwerk
    • Einfache Funkgeräte
    • Batteriebetriebenes Radio
      • Durchsagen des Katastrophenstabs hören
    • Andere strombetriebene Gerätschaften
      • Einfach selbst nachdenken: Was benötigt alles im Haushalt Strom und wie kann ich es ersetzten, bzw. muss ich es ersetzen. Der Haarföhn wird in einer Krise kein Thema sein, elektrische Rollläden bei den Fenstern, die dann nicht heraufgehen, werden sehr wohl zum Problem
    • Standardmedikamente und Verbandszeug
      • Das können Kräuter/Homöopathie sein
      • Aber auch Aspirin und ein Breitbandantibiotikum macht Sinn
      • Verbandszeug: Aber mal schauen, was da drin ist. Vielleicht doch noch ergänzen?
    • Sich in Gemeinschaften zusammenschließen!
      • Diesen Punkt erachten wir als den wichtigsten!
      • Sich in einer Krise in einen Bunker zu verkriechen ergibt keinen Sinn
      • Bei einer Gemeinschaft kann man sich gegenseitig aushelfen
      • Vorher schon Treffen. Jeder kann mit verschiedenen Dingen und Fähigkeiten beitragen

Zusammengefasst ist zu sagen, dass man sich generell fragen sollte, wieviel Strom brauche ich wirklich, oder was benötige ich zum Leben. Je einfacher und weniger ich benötige, desto unabhängiger ist man, und man muss sich weniger Sorgen in einer Krise machen.

Wir alle sollten nach weniger Energieverbrauch streben, um unseren Kindern eine lebendige Flora&Fauna zu hinterlassen. Weiter soviel Energie zu verbrauchen, und nur die Technologien auszutauschen, ist eine Illusion! Es mag unpopulär sein, das zu sagen: Aber wir müssen lernen, weniger zu brauchen!
Wenn wir das nicht in Eigenverantwortung machen, werden Staat und Behörden aller Länder mit Gesetzen diesen Umgang regeln wollen. Wie das schiefgehen kann, haben Krisen der letzten Zeit gezeigt…

Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass wir hier von Ein- bzw. Mehrfamilienhäuser sprechen. In einer Wohnung kann man wohl Vorräte anlegenden, aber ein Notstromaggregat zu betreiben ist eher unmöglich (vielleicht ein kleines am Balkon). In einer Stadt müsste man Konzepte in der gesamten Wohnhausanlage planen und umsetzen.
Zukunftsweisend wären Gebäude, die schon von vornherein autark gebaut werden.

Wir sind der Überzeugung:

Wenn wir unserer nachfolgenden Generation eine intakte Umwelt hinterlassen wollen, und gleichzeitig unsere Freiheit behalten wollen, müssen wir eigenverantwortlich handeln. D.h. bei dem Thema Hausbau und Sanierung ist das Ziel in den nächsten Jahrzehnten Gebäude zu erschaffen, die einen Autarkiegrad von 100% haben.
Zunächst wird man sich dieser Vision annähern und dann ständig weiterentwickeln. Wir tragen mit unserem Verein dazu bei, gemeinsam mit unseren Mitgliedern uns ständig weiterzuentwickeln und an neuen Technologien zu forschen.